Weltethos aus emanzipatorischer Sicht
November 24, 2010
Meine Eindrücke?
Als ich im Haus der Begegnung ankam machte ich eine sehr interessante Entdeckung für mich. Vor dem Vortragssaal befanden sich Kunstwerke unter anderem nakte Oberkörper von Frauen. Mein erster Eindruck war ob ich denn hier richtig wäre und ob es nicht nur eine Veranstaltung für Frauen ist. Ich kam mir komisch vor, vor allem da ich ein bisschen zu spät war, aber ich entschloss mich dann doch reinzugehen, da ich mich der Konfrontation stellen wollte. Doch wenn man heute Emanzipation hört denkt man nur an Frauen, jedoch ist es historisch gesehen mehr, wie ich finde.
Auf den Platz gesetzt hatte ich nur den Anfang der Vorstellung verpasst. Danach schritt Dr. Hans Martin Schönherr-Mann aufs Podium. Ich muss sagen er hat dies wirklich ausgekostet
Naja seine Punkte waren ge-5-telt und er betonte, dass er empirisch vorgegangen sei. Wahrscheinlich da er Philosoph ist und das anscheinend unter Fachkreisen sehr wichtig ist.
Los ging es mit der Definition der globalen Norm, diese sollte man so abändern damit sie auf die emanzipatorischen Bedürfnisse angepasst sind. Das sei auch wichtig damit man sich nicht vor Normen verstecken müsse, sowie Homosexuelle vor der katholischen Kirche. Er erwähnte zudem die Religionsfreiheit, die damit nahe verwandt ist. Was mich sehr interessiert hat, war der Aspekt das er die Emanzipation in mehrere “Wellen” gegliedert hat und diese wiederum in die 1. und 2. Hälfte der Emanzipation. Unter die erste Hälfte fasste er die Juden, Arbeiter und Schwarzen. Die 2. ab dem Ende des 20 Jahrhunderts bis heute beinhaltete die Emanzipation der Frauen und Homosexuellen.
Im 2. Punkt ging er auf die Bedeutung des Weltethos in der Ethik ein. Dabei schilderte er Ansätze von Grundregeln von verschiedenen Philsophen wie Kant mit dem kategorischen Imperativ, Schiller und andere an die ich mich nicht mehr erinnere. Er betonte dabei, dass es wichtig sein einen Konsens der verschiedenen Gruppierungen zu finden um sich zumindest in erster Instanz näher zu kommen. Gleichwohl wies er aber den Relativismus ab, da dieser in der Erfahrungswelt belanglos sei, da diese keine universellen Normen kenne. Sie basiert ausschließlich auf dem Kausalitätsprinzip (Ursache – Wirkung). Das einzig wichtige an den Normen sei, dass es Menschen gibt die diese einfordern und vorleben.
Im nächsten Punkt geht er auf die Weltethischer Kernnormen für eine emanzipatorische Perspektive ein. In diesem Punkt erforschte er die partikulare Moral die für eine globale Weltsicht sehr wichtig ist. Die Ethik sollte nicht vordergründig für die Umsetzung von Problemen lösend gelten, sondern vielmehr im Hintergrund existieren und eine Grundlage schaffen. Er nannte dabei Grundlegende Werte (Tugenden) wie Wahrhaftigkeit, Tolleranz und Wirtschaftlichkeit (im weitesten Sinne) der eigenen Handlungsweise.
Im 4. Punkt dreht er die Aussage des 3. einfach um und ergründet was den die emanzipatorischen Perspektive für Weltethische Kernnormen hervorbringe. Hier sagt er dass eine partikuläre Ethik Grundlage für die emanzipatorische Entwicklung sei. Weiters zitiert er (der Name ist mir entfallen) , dass der Sozialstaat als Entfaltung des eigenen Lebens gelte. Also somit aus dem Leben der Sozialstaat entstehe. Um zu leben muss man jedoch aus der Unterwürfigkeit heraustreten und individuell leben. Michael Foucault geht sogar soweit andere zu manipulieren um seine eigenen Ansichten dem anderen zu suggerieren. “Ästethik der Existenz”.
Zum Abschluss brachte Hans Martin-Schönherr noch Ideen zur Selbst-Handlung. Dabei zietiert er Thomas Hops, der sagt, dass die Bürger die Sachen selbst in die Hand nehmen müssen wenn ihnen was nicht passt. Weiters geht er auf die Tugenden ein die im Christentum nur passive Eigenschaften wie Ehrlichkeit, .. sind allerdings bei Aristoteles aktive Handlungen darstellen, als was sie letzt endlich auch verstanden werden sollten.
Ich weiß nicht ob ich das hier alles richtig zusammengefasst habe, allerdings hat der Vortrag diesen Eindruck auf mich hinterlassen und nur das zählt ja
Initiative Zivilgesellschaft
November 22, 2010
Was ich erlebt habe?
Die Initiative Zivilgesellschaft ist ein Verein der dafür gedacht ist um viele verschiedene NGOs zusammenzubringen um sich in seinen Aktivitäten zu unterstützen. Nach diesen kurzen einleitenden Worten möchte ich nun zu meiner Reise kommen. Gestresst von der Arbeit fuhr ich zu Mittag nach Hause um vor meiner Abreise noch schnell etwas zu essen. Brot und Käse eines meiner Hauptgerichte, da ich Vegetarier bin. Um 17:00 Uhr ging es dann mit dem Auto zuerst nach Linz und dann mit dem Zug nach Zell an der Pram los. Das Auto teilte ich mit dem Fahrer Stephan der so freundlich war und mich auf seiner Reise nach Wien mitgenommen hat und 2 anderen MitfahrerInnen. (Ich habe beide Namen vergessen.) Wahrscheinlich weil die Gespräche eher weniger Tiefsinnig und auch nicht sehr ausgiebig waren. In Linz stoppte ich dann bis zum Hauptbahnhof weiter, wo ich dann den Zug nach Zell an der Pram nahm. Eine richtige Tortur. Leute bleiben nicht stehen, schauen einen an, bemühen sich aber keiner Regung oder schauen verlegen wieder weg. Ausreden werden gesucht. Die beste ich stände auf der falschen Straßenseite, obwohl ich haargenau richtig stand. Um 20:00 Uhr war ich dann endlich da. Vom Bahnhof war es dann nur mehr eine kurze Autofahrt zum Schloss, wo mich ein netter älterer Herr mitnahm. Schnell noch ins Gasthaus einen Happen essen und dann ab in die Jurte von Claudius Kern ein Naturfreund aus ganzem Herzen. Am nächsten Tag wurde ich von Claudius geweckt um rechtzeitig zu den Workshops zu kommen.
Der erste Workshop war “Geld frisst Welt” von Tobias Plettenbacher von TimeSozial, indem es um die Auswirkungen des Geldes ging und Lösungen wie man dem steigenden globalen Kapitalismus mit einer regionalen Zeitbank entgegenwirken kann um Nachhaltig zu wirtschaften. Es ging dabei darum neben der vorhandenen Währung, des Euros, eine regionale Währung einzuführen die frei von Zinsen und sonstigen unfairheiten ist. Ein Projekt das er nennt ist der Talente-Tauschkreis in Vorarlberg.
Nach einer kurzen Pause kam dann gleich der Vortrag vom Ex-Bürgermeister von Steinbach an der Steyr Karl Sieghartsleitner, der es geschaft hat durch kreatives Handeln seine Gemeinde vor dem Ruin zu retten. Der Vortrag zeigte mir wie wichtig es ist in der eigenen Gemeinde anzufangen und nicht immer die ganze Welt vor Augen zu haben. Man erkennt bei ihm, dass er schon einige Erfahrung hat, wenn er davon spricht, dass Menschen gerne die Motivation für Projekte verlieren wenn sie alle Hintergründe kennen. Einige Projekte die er vorstellt sind die Robinson Woche, Bfair und sein Gedanke zu Patenten auf Ideen, damit die Identität des Erfinders gewahrt wird, auch wenn kein rechtlicher Anspruch darauf besteht.
In der nächsten Phase galt es die Organisationen und Vereine die bei der Konferenz vertreten waren vorzustellen. Jeder der einem Verein angehörig war konnte mitmachen. Auch ohne mich als Verein angemeldet zu haben fasste ich spontan den Entschluss auch den Verein Österreichischen Auslandsdienst vorzustellen, dem ich seit Oktober letzten Jahres angehöre. Einige Leute interessierten sich auch sehr und es war eine gute Erfahrung für mich den Verein zu präsentieren. Ich fand es dabei ziemlich schwer den Leuten ein richtiges Bild zu vermitteln, denn einfach nur Fakten aufzeigen hätte kein Interesse geweckt und wäre im Dialog eher hochnäßig rübergekommen. Wenn man jedoch zu allgemein wird, verlieren die meisten gleich das Interesse, auch weil sie nicht wissen was sie nachfragen sollen.
Der nächste Workshop nannte sich “Nachhaltig leben lernen in Gemeinschaft” am Beispiel Naturhof Pramtal. Das Projekt ist aus ein paar Leuten entstanden die einfach in unserer Gesellschaft mit dem ganzen Stress und Unfreundlichkeit nicht mehr leben wollten und sich zusammenschlossen um einen Bauernhof zu kaufen und dort eigene Projekte zu starten. Auch durften wir das Projekt besichtigen. Es war richtig Herzergreifend wie toll diese Menschen miteinander auskamen und miteinander im Zusammenhalt mit der Natur lebten.
Um 16:00 Uhr ging es dann mit 2 Kurzvortären im Schloss wieder weiter. Der erste war ein Update der Tierschützer, wegen dem §278a, der zum Vorwand dient Organisationen wie Tierschützervereine zu zerstören indem sie angeklagt werden ideologisch Terroristischen Organisationen anzugehören. Einfach nur lächerlich wie ich finde. Felix Hnat der das Update Vortrug berichtete von seinen eigenen Erfahrungen in diesem Prozess und dass er wegen der langen Haftzeit und den immerwiederkehrenden Anschuldigungen sein Stutium abbrechen musste. Der zweite Kurzvortrag von Gerhard Schuster widmete sich der Demokratie-Initiative21. Dabei geht es um den Prozess Stuttgart 21 und die weiterführung der Bürgerbewegung. Ein toller Ansatz dazu im Gegensatz zum Volksentscheid der von der Politik befürwortet wird, finde ich den Vorschlag diesen 3-stufig zu gestalten, damit in der Bevölkerung ein größeres Bewustsein für den Entscheid entsteht.
Der letzte Vortrag wurde groß angekündigt: “Demokratische Bank und Gemeinwohl Ökonomie” vorgetragen von Christian Felber von Attac. Die Demokratische Bank solle im Dienste der Menschen und nicht des Geldes stehn. Zinsen sollten nur die Inflation decken und Sicherheiten für Kreditausfälle gewährleisten. Weiters sollen Kredite von Regionen mit höherem Sparkapital refinanziert werden, damit ein Ausgleich stattfindet. Ein anschauliches Beispiel für die geringe Aussagekraft des BIP für den Wirtschaftswachstum verdeutlicht er mit der einfachen Formel: Tauschwert != Nutzwert. Denn in einem Krieg ist der Tauschwert sehr hoch, der Nutzen bleibt dabei aus. Was ich auch sehr interessant fand war, dass Landesbanken nicht das Geld in der Region halten, denn 40% des angelegten Kapitals geht an die Zentralbank und wird dort an internationale Unternehmen verkreditiert. Das zweite Thema von Christian war die Gemeinwohl Ökonomie bei der es darum geht Unternehmen mit Gemeinwohlpunkten zu versehen, die Ausschlag über das Gemeinwohl des Unternehmens geben. Diese Punkte werden durch eine Gemeinwohl-Matrix bestimmt.
Nach dem anstrengenden Tag, den ganzen Workshops und Vorträgen ging es dann endlich zum Essen ins Gasthaus. Dort wurde auf Wunsch der Initiatoren veganisch gekocht, was ich sehr interessant fand, da es eigentlich ein normales Dorfgasthaus war und man bei diesen meist auf Wiener-Schnitzel und Bauernteller stoßt. Dort wurde bei guter Esslaune noch weiterdiskutiert und ausgetauscht. Ich lernte dabei 2 nette aber auch etwas verrückte Frauen kennen, zum einen Organisatorin . Ein witziger aber eher peinlicher Moment war als ich annahm sie redeten über Speed-Dating mit Männern als dass sie über die Kennenlernrunde der Initiative sprachen … naja wieder ein Vorurteil weniger
Später ging es dann mit einem neu kennengelernten Jungen namens Paul wieder an den Schlafplatz. Sehr gemütliche Atmosphäre wenn auch etwas kalt in der Nacht.
Gut ausgeschlafen starteten wir am nächsten morgen ein bisschen verspätet wieder zum Schloss. Zuerst noch kurz die Solarzellen aus dem Auto ausgepackt, damit einer hinten im großen PKW sitzen konnte. Schnell noch auf die Liste mit den möglichen Workshops geschaut und dann rein in die “Bewegungs-Entwicklung, Projekt-Entwicklung, Selbst-Entwicklung, Kompetenz-Entwicklung”. Es wurde eine Sitzrunde gemacht in der es einen Sprechstab gab. An die indianische Kultur angelehnt durfte nur der Reden der den Stock in der Hand hielt. Diese Idee fand ich sehr faszinierend, weil sehr viele verschiedene Ansichten zusammenkamen und wirklich jeder seinen Teil dazu beitragen konnte. Wenn auch nur mit einem “Da schon vieles was mich betrifft gesagt worden ist, schaue ich auf die Sonne in der Mitte und gebe den Stab weiter”. Ich fände solche Runden auch in der Politik oft gut angebracht, wenn die ganze Zeit nur herumgestritten und nicht zugehört wird.
Als Abschluss der Konferenz gab es dann noch eine Austauschrunde über das was die Menschen bei der Konferenz erlebt und mitgenommen haben. Auch wurde schon über eine nächste und Übernächste Konferenz gesprochen, wo ich vielleicht eine (voraussichtlich mit dem Thema: Medien) in Innsbruck organisieren werde. Aber bis dahin ist noch ein wenig Zeit und ich werde natürlich dranbleiben. Es ist nämlich wichtig kritisch, aktiv, selbstreflektierend, hellhörig auf der Lauer zu sein
Und zum Schluss noch ein Buchtip den ich bekommen habe: Handbuch der Permakultur-Gestaltung
Interreligiöser Dialog
November 22, 2010
Begrüßungsinzenierung:
Das Seminar bestand aus 11 Teilnehmern + 2 Referenten. Zur Begrüßung gab es gleich eine tolle Inszinierung der heute üblichen Gesprächskultur. Den genauen Wortlaut weiß ich leider nicht mehr, versuche aber das Vorhaben möglichst nachvollziehbar zu machen.
Beide Referenten stellten sich zum REDNERpult. Die Stimmen durch das REDNERmikrofon gestärkt ging es los. “Liebe Seminaristen, danke dass sie heute so zahlreich erschienen sind. Besonders freut mich, dass so viele Österreicher anwesend sind. Das heißt für mich, dass in Österreich ein großer Bedarf an einem Interkultureller und Interreligiöser Dialog besteht. Auch bin ich froh junge Leute zu sehen, das, das Argument, dass die heutige Jugend so unpolitisch sei somit entkräftet. Bla,Bla,Bla,…”. Danach sollten die nichtswissenden Teilnehmer diese Ansprache analysieren. Sie forderten sogar explizit die Leute auf sich zu Wort zu melden.
Auflösung: Die Referenten wollten zeigen wie normal solch ein Dialog heute angenommen wird.
- Es waren ungefähr die hälfte der Leute Migranten.
- Die Runde bestand aus einem kleinen Sitzkreis. Trotzdem verwendeten die Referenten um sich ABZUHEBEN ein Pult und ein Mikrofon.
- Beide wirkten kalt und abweisend.
- Sie unterstellten gleich zu Anfang, dass es viele Teilnehmer wären und dass es ein großes Interesse am Dialog gäbe.
- Sie unterstellten der Jugend politisch zu sein, obwohl nur ich als jüngerer Teilnehmer dabei war.
Was diese Einteilungen und Methoden bedeuten muss jeder für sich entscheiden. Ich fand diese Einführung sehr amüsant, da ich nicht damit gerechnet hatte und es toll war dieses Gespräch so analysieren zu dürfen.
Namensspiel:
Nach einer Analyse dieser interessanten Einführung ging es über zu einem Namensspiel. Jeder Teilnehmer sollte sich eine Geschichte zu seinem Namen einfallen lassen und diese dann den anderen erzählen. Meine erste Reaktion war ein innerlicher Schock. Ich hatte keine Ahnung was ich über meinen Namen sagen sollte, doch durch einige Ideenanstöße des Referenten, war es richtig lustig und jeder hatte seine eigene spannende Geschichte. Es war wirklich amüsant als Raffaella, eine Teilnehmerin, alle ihrer Spitznamen in kürzester Zeit an ihren Fingern aufzählte.
Positive & Negative Erfahrungen im Interkulturellen und Interreligiösen Dialog
Die nächste Aufgabe war es Stichwörter zu jeweils einer positiven und einer negativen Erfahrung zu schreiben. Diese Zettel wurden dann den Teilnehmern auf den Rücken geklebt. Um genaueres über die Erfahrungen zu erfahren standen nun alle auf und suchten sich den schönsten Rücken aus
Pause…
Nach der Pause ging es damit weiter nun die Erfahrungen zu kategorisieren. Dazu stellte jeder seine Erfahrungen vor den anderen vor und formulierte für ihn wo sie einzuordnen wäre. Die Teilnehmer erzählten dabei von wirklich interessanten Erfahrungen in ganzer Welt. Zu einigen Erfahrungen versuchten die Referenten, dann Bezug zu nehmen und zu reflektieren.
Analyse der Erfahrungen:
- Erfahrungen kann man nicht hinterfragen. Es sind die eigenen Erfahrungen, es hat ja auch kein anderer erlebt.
- Wir konstruieren Blickweisen für Erlebnisse. Um eine möglichst objektive Blickweise zu erlangen sollte man seine Blickweise reflektieren. Wichtig ist dabei, dass man unterschiedliche Ereignisse nicht vermischt nur weil sie mit dem selben Erlebnis verbunden sind.
- Sich über Hintergründe informieren. (Sozialer Stand der Person, Herkunft, Religion, …) Diese Hintergründe sollten aber nicht ein vorgefertigtes Bild des Gegenübers erzeugen, sondern helfen die richtigen Fragen zu stellen. (z.B.: nicht jeder Moslem isst kein Fleisch) Der Referent versuchte das Problem dabei anhand einer Geschichte zu erzählen. Dabei ging es um einen europäischen und einen chinesischen Geschäftsmann. Beide Parteien informierten sich über die jeweils andere Kultur um wie angenommen einen Interkulturellen Dialog best möglich vorzubereiten. Als sich die beiden Geschäftsmänner dann gegenüber sahen und es zu der Begrüßung kam. Faltete der Europäer die Hände in der Mitte und verbeugte sich. Der Chinese reichte dem Europäer nach europäischer Art die Rechte Hand entgegen. FAIL
Mittagspause…
Bild der afrikanischen Tänzerin
Am Nachmittag ging es als erstes darum ein Bild zu erforschen. Der erste Eindruck ein Löwe? Wenn man allerdings genauer Hinschaut verbirgt sich viel mehr hinter dem Bild.
Multi-, Inter-, Transkulturell
Die Frage war was diese 3 Begriffe für eine Bedeutung haben und wie sie sich unterscheiden.
- Multikulturell: Mehrere Kulturen bestehen nebeneinander.
- Interkulturell: Es sind mehrere Kulturen vorhanden. Diese tauschen sich jedoch aus.
- Transkulturell: Ist die Idealform. Denn in einer transkulturellen Gesellschaft vermischen sich die Kulturen. Es wird versucht die andere Kultur in seiner eigenen wiederzufinden.
In einer anschließenden Diskussion ging es dann darum transkulturelle Einflüsse in Österreich aufzuzeigen. Die größten Einflüsse liegen dabei in den Bereichen Essen (Gulasch, Kebap, …), Musik (“Weltmusik”). Es wurden auch die verschiedenen Völkergruppen in Österreich angesprochen (Slowenen, Slowaken, Tschechen, Roma und Sinti, Ungarn, Kroaten), die nach außen hin aber durch Mozart ausgetauscht werden.
Fremdheit
Was ist Fremdheit? Erstens bezieht sie sich auf jemanden. Denn die “fremde” Kultur Afikas ist einem Afrikaner bestens bekannt. Weiters bedeutet es, dass man sich selbst nicht damit identifizieren kann. Es ist etwas ANDERES. Im hauptsächlichen Sinn ist es jedoch eine nicht Anerkennung dessen was das Andere eigentlich ist.
Résumé
Es war ein tolles Seminar, das mir einige Sachen zum nachdenken gegeben hat. Antworten bekommt man ja sowieso nie! Auch wenn man sie sich zum Geburtstag wünscht
“Mitbringsl” des Seminars war für mich, dass man wenn man einen Dialog auf Augenhöhe führen möchte, es darauf ankommt was man selber davon erwartet. Wenn man nämlich sich nur darauf konzentriert was sich der andere erwartet, wird es ein sehr einseitiges Gespräch werden. Die Sicht des anderen sollte so in den Dialog einfließen, dass sie als Selbst-verständlich angenommen wird. Wichtig beim reflektieren des anderen ist, dass man nicht Verallgemeinert, sondern verschiedene Faktoren auch getrennt auffasst und getrennt reflektiert. Zu viel Abstraktion führt vielleicht zu einem Gebet aber nicht zu einer Diskussion mit einem anderen Menschen.
